PORTRÄT

Gemeinde Guttannen

Als politische Gemeinde besteht Guttannen erst seit 1835. Bis zu dieser Zeit war die Landschaft Hasli in Bäuertgemeinden aufgeteilt. In Guttannen sind dies die Bäuerten Boden und Guttannen, welche Alpen, Allmenden und Wälder bewirtschaften. Diese zwei Bäuertgemeinden werden durch die zwei Sterne im Wappen symbolisch dargestellt.


Das Gemeindegebiet erstreckt sich von der 'tonenden Fluh' im Boden durch das Aaretal, bis hinauf zu den imposanten Gipfeln des Finsteraar-, Lauteraar- und Schreckhorns und umfasst eine grossartige Hochgebirgslandschaft. Mit mehr als 200 km² gehört Guttannen flächenmässig zu den grössten Gemeinden des Kantons Bern. Nur ein sehr kleiner Teil, knapp 10%, ist land- oder forstwirtschaftlich nutzbar. Der grosse Rest wirft keinen messbaren Ertrag ab, stellt aber als Landschaft einen hohen ideellen Wert dar. Bevölkerungsmässig ist Guttannen eine kleine Gemeinde mit rund 300 Einwohnern. Die Abwanderungstendenz, wie in vielen kleinen Bergdörfern, macht sich in Guttannen nur beschränkt bemerkbar. Hauptgrund liegt sicher im Betrieb der Wasserkraftwerke (KWO), die unserem Tal zahlreiche Arbeitsplätze und einen bescheidenen Wohlstand gebracht haben. Der Steuerfuss in Guttannen beträgt 1.65 Einheiten.


Die Land- und Alpwirtschaft ist nach wie vor ein wichtiger Wirtschaftszweig. Die meisten Betriebe werden im Familienverband als Nebenerwerb geführt. Der Mechanisierungsgrad ist darum ausserordentlich hoch. Obwohl das Land zu einem grossen Teil nur schwer zu bewirtschaften ist, wird es noch intensiv genutzt. Die Milchproduktion steht im Vordergrund, doch hat in den letzten Jahrzehnten die Schafzucht einen starken Aufschwung erlebt.


Weitere Arbeitsplätze bieten die einheimischen Gewerbe (holz- und steinverarbeitende Betriebe), die Forstwirtschaft, die schon erwähnte KWO, sowie die öffentlichen Dienstleistungen.

 

Weitere interessante Fakten über die Einwohnergemeinde Guttannen finden Sie im Untermenü Gemeindeporträt.