Besonderheiten

Wussten Sie, dass Guttannen eine Gemeinde mit unbestritten hoher Lebensqualität ist?

Das Umfeld ist sozial gesund und intakt. Im Bergdorf zur Schule gehen, ein Teil der Dorfgemeinschaft werden, direkt neben der Haustüre in freier Natur den Bewegungsdrang ausleben, sind geradezu ideale Voraussetzungen für Kinder und ihre Entwicklung. Mehr zur Schule Guttannen siehe unter http://guttannen.kibs.ch.

 


Wussten Sie, dass die Gemeinde Guttannen zweimal im Jahr das "Göttannerblettli" herausgibt?
Auf dieser Seite finden Sie, ähnlich wie im "Göttannerblettli". interessante Informationen der etwas anderen Art. Siehe www.guttannen.ch/informationen/göttannerblettli
 
Wussten Sie, dass Guttannen einen richtigen "Underground" hat?
Um auch im Winter die Zufahrt bei prekären Wetterverhältnissen zu gewährleisten, hat die KWO eine kleine unterirdische Bahn von Guttannen bis in die Zentrale Handegg gebaut. Seit 1928 ist dieses Bähnli für das Personal in Betrieb. Eine Fahrt dauert ungefähr 20 Minuten. In dieser Zeit werden 250 Höhenmeter über wunden. Mit zirka 20 bis 22 km pro Stunde fährt sie hinauf. Hinab bremst der elektrische Motor sie auf 18 km pro Stunde. Dem Zugwagen können verschiedene Wagen angehängt werden, sei es um Personal oder sei es um Material zu transportieren.

Wussten Sie, dass Guttannen 1999 einen Jahrhundertwinter erlebte?

Anfang Februar 1999 waren die Tage und Nächte von ergiebigen Schneefällen geprägt. Man begann Leute zu evakuieren. Die Strasse nach Innertkirchen war in diesem Monat meistens gesperrt. Lawinenabgänge häuften sich.
Wäre der Schnee durch seine grosse Menge nicht so bedrohlich gewesen, hätte er die kleine Welt unseres Dorfes wie in einem Märchen erscheinen lassen. Am 22. und 23. Februar lösten sich zwei Lawinen mit grosser Wucht.
Die 'Holderlilaui' zerstörte zwei Scheunen, Vieh wurde getötet und der Strom fiel für kurze Zeit aus. Die Menschen trafen sich in dieser Nacht bedrückt, aber unversehrt im Hotel Bären. Bei Verwandten, Freunden oder in der Zivilschutzanlage fanden sie eine sichere Unterkunft für die kommenden Nächte.
Die 'Bänzlaui' beschädigte zwei Wohnhäuser und eine Scheune schwer. Die Säge der Bäuertgemeinde Boden wurde zerdrückt. Im Gegensatz zu Guttannen mussten die Menschen in Boden die ganze und ungewisse Nacht ohne Strom auskommen. Sobald sich das Wetter besserte, wurden die Menschen aus Boden so schnell wie möglich ausgeflogen. Wir hatten grosses Glück, denn niemand war verletzt worden.
Als im Frühling die grossen Schäden an Kulturland, Wäldern und Fluren zum Vorschein kamen, wurde mit geballter Kraft aufgeräumt. Jung und Alt halfen mit. Was allen Dorfbewohnern sehr gut tat, war die ausserordentlich grosse Beteiligung auswärtiger Helfer und Helferinnen. Ganze Schulklassen, Pensionierte und andere Gruppen boten ihre Hilfe zum Räumen an. Die positive Seite des Lawinenwinters, nämlich das gestärkte Zusammengehörigkeitsgefühl, begrenzte sich somit nicht nur auf die Einwohner, sondern ging weit über die Gemeindegrenzen hinaus.

Wussten Sie, dass Guttannen einen Friedhof mit einheitlichen Holzkreuzen hat?
Dahinter steckt der Gedanke, dass an ihrer letzten Ruhestätte alle Menschen gleich sind.

Wussten Sie, dass in Guttannen die "Altjahrswoche" und der "Ubersitz" zum gelebten Brauchtum gehören?
Die Altjahrswoche und der Ubersitz sind für die Bewohner des Haslitals grosse Ereignisse. Am 26.12. fängt man mit dem Triichlen an. Männer und Frauen formen mit ihren Treicheln und Glocken einen Zug. Angeführt wird er durch die Trommler. Mit ihrem gemächlichen Triichlerschritt schreiten sie durch das Dorf. Die Triichler bewegen sich in einem gleichförmigen, traditionellen Rhythmus. Der intensive Ton ist sehr eingängig und klingt noch lange in den Ohren nach, auch wenn die Treicheln und Glocken in der Nacht verstummt sind. Dieser Klang ist wie ein Herzschlag, eine sich immer repetierende Bewegung. Die schmalen Gassen von Guttannen unterstreichen dieses Klangbild.
Im Ursprung diente diese Tradition dem Ziel, böse Geister zu vertreiben. Tagsüber triichlen die Kinder. Der Schritt und die Technik des Triichlens wird somit schon jung erlernt, damit auch in Zukunft der alte Brauch erhalten bleibt. Am Ubersitz, dem zweitletzten Arbeitstag im Jahr, verkleiden sich die Triichler.

Die Kinder gehen am frühen Abend von Tür zu Tür und versuchen unerkannt zu bleiben. Sie bekommen Süssigkeiten oder einen 'Geldbatzen'. Um ungefähr 22.00 Uhr kehrt Stille in den Gassen ein, die Familien treffen sich bei einem traditionellen Abendessen zum Ubersitzen.
In den Minuten vor Mitternacht erscheinen die Leute verkleidet wieder. Wie aus dem Nichts formieren sich alte Weiber und Männer, Hexen, Gespenster, Ungeheuer, andere grotesk Maskierte und manchmal auch die Schnabelgeiss zum grossen mitternächtlichen Triichlerzug. Bis in den frühen Morgen feiert man diese Tradition.
Zuschauer erfreuen sich immer wieder an diesem einmaligen Ereignis.